Die Rumänische Staatsphilharmonie Transsylvanien wurde 1955 unter dem Namen Staatsphilharmonie Klausenburg (Cluj) gegründet. Die Stadt Klausenburg, Hauptstadt der bedeutenden rumänischen Provinz Transsylvanien, hat eine bemerkenswerte kulturelle Tradition. Neben bereits im 16. Jh. in Cluj gedruckten Noten geht auch die städtische Universität bereits auf das Jahr 1723 zurück. Es ist daher kein Wunder, dass die damals noch junge Staatsphilharmonie bereits 10 Jahre nach ihrer Gründung zu den bedeutendsten symphonischen Ensembles Rumäniens gehörte. Zu verdanken ist dieses vor allem dem ersten Dirigenten und künstlerischen Direktor Antonin Ciolan. Als Schüler von Arthur Nikisch und Hans von Bülow begann er seine Karriere in Dresden und kehrte dann in seine Heimat zurück, um in Iasi und Klausenburg zu wirken. Es war eine große Chance für das neu gegründete Orchester, von dieser Erfahrung, dem Wissen, der künstlerischen Kapazität, der Begeisterung und der Hingabe dieses großen Dirigenten zu profitieren.

Die Arbeit von Maestro Ciolan wurde von zwei seiner hervorragendsten Schüler, den Dirigenten Emil Simon - Dirigent des Orchesters von 1960 bis 2000 - und Erich Bergel - Dirigent von 1966 bis 1972 - fortgeführt. Beide trugen massgeblich zur Entwicklung und Vervollkommnung des Orchesters und der Ausweitung des Repertoires in Richtung Romantik und Musik des 20. Jahrhunderts bei.

Ein weiterer eng mit dem Orchester verknüpfter Name ist Cristian Mandeal, regelmässiger Dirigent des Orchesters zwischen 1980 und 1987, einer Periode, in der beide, das Orchester sowie der hochbegabte Musiker, voneinander profitierten.

Die Rumänische Staatsphilharmonie Transsylvanien gastierte bereits erfolgreich in nahezu allen europäischen Ländern und nahm bei vielen wichtigen internationalen Festivals in Luzern, Bukarest, Torino, Warschau, Istanbul, Straßburg, Prag, Berlin, Interlaken und Santander teil. Seit 1965 ist das Orchester Veranstalter eines eigenen Festivals, dem Musikalischen Herbst Klausenburg, welches zu einem der wichtigsten Festivals Rumäniens geworden ist.

Mit mehr als 120 Einspielungen ist die Rumänische Staatsphilharmonie Transsylvanien wohl das Orchester Rumäniens mit der umfangreichsten Diskographie, welche die große Bandbreite des Repertoires vom Barock bis zur Zeitgenössischen Musik wiederspiegelt. Dabei kann das Orchester mittlerweile auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit einigen der größten Musikern des Landes wie z.B. die Dirigenten Antonin Ciolan, Emil Simon, Erich Bergel, Cristian Mandeal und Mircea Cristescu, die Pianisten Valentin Gheorghiu und Dan Grigore sowie die Geiger Stefan Ruha und Mihaela Martin, zurückblicken.